Anwenderbericht
Updated 16 January 2012

 

SPEDITION POTTHAST & DÖRING: "WIR SIND ÜBERZEUGTE TELEMATIKER!"

Als sich Hartmut Döring, Geschäftsführer von Potthast & Döring, einer mittelständischen Spedition mit Hauptsitz in Paderborn, Ende 1999 für ein Telematik- und Flottenmanagementsystementschloss,gabes verschiedene Gründe, die ihn zu dieser Entscheidung veranlassten.DerzeitmitNiederlassungenin Deutschland, England und Ungarn vertreten, plant er sein Unternehmen durch weitere Filialen in Polen, Rumänien und in der Ukraine auszubauen. Die neue Telematiklösung sollte dazu beitragen den In- und Auslandseinsatz seiner Fahrzeugflotte zu optimieren sowie eine schnellere und durchgängige Auftragsabwicklung von der Auftragsannahme bis zur Abrechnung und Kostenerfassung zu gewährleisten. Hierdurch versprach er sich eine deutliche Reduzierung der Betriebskosten aber auch mehr Transparenz und Service für seine Kunden, die zu 70% aus der Automobil- und Zulieferindustrie kommen. Doch zuerst einmal galt es das richtige System zu finden und die eher skeptischen Mitarbeiter von den Vorteilen der neuen Technologie zu überzeugen.

Auf der Suche nach einem " Rundherum-Sorglospaket"..

hatte Hartmut Döring konkrete Vorstellungen von einer optimalen Telematiklösung. Es sollte ein offenes und ausbaufähiges System sein, das sich an die veränderten Unternehmens-, Kunden- und Marktanforderungen anpasst mit einer Hardware, die zuverlässig, anwenderfreundlich und robust ist und dies alles zu einem vernünftigen Preis-/Leistungsverhältnis. Bei der Auswahl entschied er sich schließlich für das Logistikportal "logiweb", einer Telematiklösung von gedas telematics, verbunden mit einem Fahrzeugterminal der Serie ICA 2004 des Bordcomputerherstellers Aplicom. Nach einer intensiven Beratung und Schulung seiner 91 Mitarbeiter erfolgte im Frühjahr 2000 die Software-Installation und Ausstattung der ersten 14 Fahrzeuge mit Telematik-Endgeräten. Nach einer erfolgreichen Testphase stand Anfang dieses Jahres für ihn fest, bis Mitte 2002 seine 60 eigenen Fahrzeuge mit dem neuen System auszustatten. Die Integration der Speditionssoftware bei "Potthast & Döring" wird Mitte des Jahres vorgenommen.

Logistikportal "logiweb": Entscheidung für ein satelliten- und internetgestütztes Flottenmanagemen

Das von gedas telematics entwickelte Logistikportal "logiweb" stellt die europaweite Erreichbarkeit der Fahrer über das Short Message System (SMS) sicher, um den gesamten Logistikprozess von der Bestellung bis zur Sendungsverfolgung abzubilden. Über das Internet ist logiweb jederzeit an jedem Ort der Welt einsetzbar. Neben der permanenten Sendungsverfolgung sind auch die Stammdaten aller Fahrzeuge zusammen mit den Betriebs-und Standzeiten im System erfasst und zusammen mit Verbrauchsdaten oder gefahrenen Strecken von jedem Bildschirmarbeitsplatz abrufbar. Benötigt werden dazu lediglich ein handelsüblicher PC sowie ein Internetzugang. Die Systemlösung garantiert Potthast & Döring das optimale Zusammenwirken von Hardware und Telematik-Software mit dem Mobilfunknetz für die Datenübertragung, was für die entscheidenden Wettbewerbsvorteile sorgt.

Aplicom: Mobile Datenkommunikation im Fahrzeugbereich

Hinsichtlich der Hardware entschied sich Potthast & Döring für ein komplettes Fahrzeug- Terminal, bestehend aus einem Aplicom-Bordcomputer mit GPS-Modul und GSM-Einheit, einem erweiterten Zusatzspeicher, einer Displayeinheit mit hinterleuchteter LCD-Anzeige und einer Handtastatur für die Dateneingabe. Der externe und mobile Arbeitsplatz, der mit dem internen Betriebssystem verbunden ist, bietet alle wichtigen Funktionen im Bereich der Textübermittlung, Statusmeldungen, eine automatische Standorterkennung und Fahrzeugalarmsicherung. Externe Zusatzgeräte, wie ein Barcode-Lesegerät, können problemlos angeschlossen werden. Die geringe Größe, sowie die übersichtlichen Anschlüsse, ermöglichen eine schnelle und einfache Installation innerhalb des Fahrzeuges. Werkstattleiter Henning Wende, Auto- und Computerfan, ist bei Potthast & Döring für den Einbau der Geräte zuständig, den er, so verrät er stolz, mittlerweile in rund drei Stunden schafft. Ohne ihn läuft einfach nichts, so sein Speditionsleiter Meinolf Merschmann. Dass er zudem seinen Fahrerkollegen mit Rat und Tat zur Seite steht, hat wesentlich dazu beigetragen, die Unsicherheit und Skepsis gegenüber der neuen Technologie abzubauen.

Die Rechnung geht auf

Nach Aussagen von Geschäftsführer Döring haben sich bisher die Erwartungen in Bezug auf das neue System erfüllt. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Systempartnern und Kunden wurde die Installation ohne Störung des Betriebsablaufes durchgeführt. Hinsichtlich der Kosten war bereits in der Testphase eine deutliche Reduzierung festzustellen. Vor allem die hohen monatlichen Telefonkosten konnten bereits um 20 % gesenkt werden. Man geht davon aus, dass sich diese nach der Ausrüstung aller Fahrzeuge noch weiter reduzieren lassen. Durch eine effizientere Flottensteuerung, verbunden mit einer flexibleren Disposition, konnten die Standzeiten verkürzt werden. Bei Leerfahrten ist hingegen aufgrund einer momentan bereits bei über 90% liegenden Auslastung der Fahrzeuge nur noch ein geringer Optimierungsgrad zu erzielen. Was die Investition in das neue Telematiksystem betrifft, die im Rahmen eines Leasingvertrags mit gedas telematics 129 Euro pro Monat und Fahrzeug für Hardware und Dienstleistungen betragen, rechnet Hartmut Döring mit einer Amortisierung seiner Kosten innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre.

Optimierung des Arbeitsprozesse

Eine deutliche Verbesserung sieht Speditionsleiter Merschmann im Bereich der Disposition. Waren die Disponenten früher weitgehend mit dem Telefonieren beschäftigt, so hat die elektronische Datenübertragung zu einer deutlichen Arbeitserleichterung bei der Informationsübermittlung geführt. Auch die Fehlerquote, insbesondere bei der Abwicklung von Auslandsaufträgen, ist erheblich zurückgegangen. Eine durchgängige Auftragsabwicklung und Auswertung aller auftrags- und fahrzeugrelevanten Daten ist nun ebenfalls möglich und damit verbunden auch eine optimale Wartung der Fahrzeuge. Ob Fahrzeugortung und Alarmsicherung einen zusätzlichen Diebstahlschutz insbesondere im Ausland bieten, muss sich noch erweisen, doch zumindest, so fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu, sollte man einmal mit den Versicherungen über einen Sonderbonus reden.

Mehr Service für den Kunde

Neben einer Kostenreduzierung sehen beide in dem neuen System die Möglichkeit, den Kundenservice zu verbessern. Zurzeit arbeitet man gemeinsam mit gedas an der Einrichtung eines Internetzugangs für Kunden. Mit der Einführung eines Online-Tracking und Tracing-Systems und dem Einscannen von Barcodes ist dann auch eine durchgängige Sendungsverfolgung vom Absender bis zum Empfänger im Stückgutbereich möglich. Als Logistikpartner innerhalb der Supply-Chain, so die Erfahrung von Hartmut Döring, erwarten vor allem die Großkunden eine kontinuierliche Verbesserung im Bereich des Qualitätsmanagement. Neben einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 9002 hat sich der Nachweis eines Telematiksystems bei der Ausschreibung von Projekten und der Akquisition von Neugeschäft bereits als ein zusätzlicher Wettbewerbsvorteil erwiesen. Entsprechend dem Motto: "Besser als einer der Ersten dabei zu sein, als später den Anschluss zu erpassen", setzt man bei Potthast & Döring auf die neuen Telematikdienste und damit auf die Zukunft.

Das Unternehmen Aplicom

Aplicom Oy ist einer der führenden europäischen Hersteller von professionellen IT-Systemen im Fahrzeugbereich. Das in Finnland ansässige Unternehmen entwickelt, produziert und vermarktet Bordcomputer und Fahrzeugterminals. Sie unterstützen die Integration der Fahrzeuge in das Betriebs- und Informationssystem eines Unternehmens oder einer Organisation. Über 90 Prozent aller Geräte werden exportiert und über die System- und Vertriebspartner in den jeweiligen Ländern distribuiert. Zu den Zielgruppen und Endkunden von Aplicom gehören Firmen, Organisationen und Behörden mit einer eigenen Fahrzeugflotte, wie z.B. der ADAC und die Automobil-Clubs in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden, die Norwegische Post und der ambulante Rettungsdienst in Großbritannien sowie die Speditionen Schenker oder Hungarocamion. Darüber hinaus setzt DaimlerChrysler Aplicom-Fahrzeugcomputer innerhalb seines FleetBoard-Systems ein. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie die Produktionsanlagen von Aplicom befinden sich am Hauptsitz des Unternehmens im mittelfinnischen Äänekoski. Marketing und Verkauf werden von Helsinki aus gesteuert. Die Zahl der Belegschaft beträgt insgesamt 45 Mitarbeiter.

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